Die Grube Messel zählt zu den bedeutendsten Fossillagerstätten der Welt und erlaubt einzigartige Einblicke in die Ökosysteme des Eozäns. Durch die außergewöhnlich gute Erhaltung von Tieren und Pflanzen bietet Messel ein nahezu vollständiges Bild eines urzeitlichen Lebensraumes vor etwa 47 Millionen Jahren, doch was viele mit der Grube Messel verbinden, ist das Urpferdchen. Entstehungsgeschichte, geologischen Bedingungen und Sedimentationsprozesse, führten zu einer außergewöhnlichen Konservierung der Fossilien. Anhand zahlreicher Beispiele lassen sich Erkenntnisse für Klimageschichte, Biodiversität und Evolution gewinnen. Aber neben spektakulären Säugetierfunden werden auch Insekten und Pflanzenfossilien vorgestellt, die das ökologische Netzwerk jener Zeit rekonstruierbar machen.
Einige fossile Pflanzenfunde geben bei genauer Betrachtung Hinweise auf die Interaktion von Insekten mit ihren Futter- und Wirtspflanzen. Die fossilen Überlieferungen solcher Interaktionen zwischen Insekt und Pflanze sind wichtige Mosaiksteine für die Rekonstruktion des ehemaligen Ökosystems und der Umweltbedingungen im Lebensraum des eozänen Maarsees von Messel. Fraßspuren an Blättern sind mitunter so charakteristisch, dass sie eine eindeutige Bestimmung von Fraßinsektengruppen gestatten.
Die Vortragsveranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr
Gäste sind immer herzlich willkommen.


