Fuerteventura ist flächenmäßig die zweitgrößte Insel der Kanaren und liegt etwa einhundert Kilometer vor der nordwestafrikanischen Küste, fast auf der Höhe von Marokko. Mit einem Alter von rund zwanzig Millionen Jahren gilt sie als die älteste Insel des gesamten Archipels. Das macht sie geologisch besonders spannend: Während die westlichen Inseln wie Teneriffa, La Palma oder El Hierro noch immer aktive Vulkane besitzen, ist Fuerteventura längst in ein anderes Stadium ihrer Entwicklung übergegangen. Hier haben Verwitterung, Erosion und Ablagerung von Sedimenten die Landschaft entscheidend geprägt. Die Geologie Fuerteventuras ist deshalb wie ein offenes Geschichtsbuch, das Einblicke in die Frühzeit der Kanaren erlaubt.
Zugleich ist Fuerteventura von herausragender landschaftlicher Schönheit und besitzt einen hohen touristischen Stellenwert. Die weitläufigen Dünenfelder von Corralejo, die kontrastreichen Küstenklippen der Westseite und die sanft geschwungenen Vulkanlandschaften des Inselinneren ziehen jährlich Hunderttausende Besucher an. Viele touristische Ziele liegen in unmittelbarer Nähe geologisch bedeutender Aufschlüsse – etwa der Basaltformationen bei Ajuy oder der Sedimentserien im Istmo de La Pared. Damit bietet Fuerteventura eine seltene Kombination aus geowissenschaftlicher Bedeutung und landschaftlicher Attraktivität.
Die Vortragsveranstaltung beginnt um 19:30 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr
Gäste sind immer herzlich willkommen.


