Gips wurde bereits in der Jungsteinzeit als Baumaterial, später auch in der Dekoration oder in der Medizin verwendet.
Das monoklin kristallisierende Mineral Gips besteht aus Calcium, Schwefel, Sauerstoff und kristallinem Wasser (CaSO4·2 H2O). Dieses enthaltene Kristallwasser ist einer der wesentlichen Gründe für die bis heute anhaltende, weit verbreitete Verwendung von Gips. Daraus resultiert seine Fähigkeit, unendlich oft wieder aufbereitet werden zu können. So wird dem Grundmaterial Gips etwa drei Viertel seines Wassers entzogen um, z.B. den uns bekannten Gips aus dem Baumarkt zu erhalten. Dass Gips als quasi unbrennbar gilt, ist ein weiterer Grund für seine Beliebtheit.
Aus mineralogischer Sicht ist der Gips ein interessantes Mineral, bildet er doch oft attraktive Kristalle von Millimeter- bis Metergröße. Die größten bekannten Kristalle bis ca. 15 Meter Länge wurden in Naica (Mexiko) gefunden. Kleinstkristalle bilden sich in sehr vielen Gesteinsarten bis hin zu Verhüttungsschlacken.


