In seiner Vortragsreihe „Von Ochsen, Pferden und Hunden – Arbeitstiere in der Geschichte“ präsentiert das Institut für Geschichtliche Landeskunde e.V. in Kooperation mit dem Pfalzmuseum für Naturkunde einen Vortrag zum Thema Nutztiere im Mittelalter.
Von allen mittelalterlichen Nutztieren spielte das Rind die weitaus größte Rolle. Als Fleisch- und Milchlieferant, als wichtiger Düngerproduzent und vor allem aufgrund der Arbeitskraft als Zugtier waren Rinder unerlässlich für die Menschen. Das lateinische Flächenmaß Iugerum (Joch) verdeutlicht dies nochmal, bezeichnet es doch jene Fläche, die mit einem Rindergespann an einem Tag gepflügt werden konnte. Der Vortrag des Agrarhistorikers und Archäologen Claus Kropp gibt interdisziplinäre Einblicke zum Wissensstand über dieses besondere Nutztier. Dabei werden auch experimentalarchäologische Ansätze mit einbezogen. So wird im Freilichtlabor Lauresham an der UNESCO Welterbestätte Kloster Lorsch beispielsweise mit Zugrindern frühmittelalterliche Landwirtschaft erforscht und somit mit Rindern gepflügt, geeggt und auch geerntet.


