Das Ökosystem Moor rückt zunehmend in den Fokus, denn intakte Moore sind echte Multitalente: Sie speichern große Mengen Kohlenstoff und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, bieten Lebensraum für spezialisierte Pflanzen- und Tierarten, fungieren als natürliche Wasserspeicher und erbringen viele weitere Ökosystemdienstleistungen.
Viele Moore in Deutschland können diese Funktionen heute nicht mehr erfüllen. Durch jahrzehntelange Entwässerung haben sie ihre natürlichen Eigenschaften weitgehend verloren. Eine Wiedervernässung kann die Fähigkeit eines Moores Wasser zu speichern, Kohlenstoff zu binden und seltenen Arten einen Lebensraum zu bieten, in vielen Fällen, wiederherstellen.
Auch wenn Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich nur wenig Moorfläche besitzt, sind diese Standorte besonders wertvoll – und es lohnt sich, sie zu erhalten und wieder in einen naturnäheren Zustand zu begleiten.
Doch wie entstehen Moore eigentlich – und was genau ist Torf? Welche Arten sind an diese feuchten und meist nährstoffarmen Standorte angepasst? Und wie genau kann ein entwässertes Moor wieder nass werden?
Das Moorschutzprogramm der Stiftung Natur & Umwelt Rheinland-Pfalz beschäftigt sich mit dem Schutz der Moore in unserem Bundesland und gibt einen Einblick in das Ökosystem.


