Wissenswertes über den Gartenschläfer (Eliomys quercinus)
Der Gartenschläfer gehört zur Familie der Bilche, auch Schlafmäuse genannt, und ist ein nachtaktiver Kleinsäuger, der vor allem in Europa vorkommt. In Rheinland-Pfalz ist er in Wäldern, Gebüschen und Streuobstwiesen zu finden, wo er Verstecke wie Steinhaufen oder Baumhöhlen nutzt. Aber auch im direkten Wohnumfeld des Menschen tritt er häufig auf und nutzt dann Gartenhütten und Dachböden als Unterschlupf.
- Der Gartenschläfer hat eine Gesichtsmaske wie Zorro, mit grauem bis rotbraunen Rücken, weißem Bauch. Ca 15 cm Körperlänge mit 12 cm Schwanz bringt er 60 bis 90 Gramm auf die Waage., vor dem Winterschlaf bis 130 Gramm. Der Speiseplan umfasst Insekten, Spinnen, Schnecken, Beeren, Nüsse, sehr selten auch kleinen Wirbeltiere.
- Der ausgedehnte Winterschlaf dauert von November bis März/April – so wird die nahrungsarme Zeit überbrückt
- Die Bestände sind stark rückläufig, weshalb der Gartenschläfer als „potenziell gefährdet“ gilt. In Deutschland war er 2023 „Wildtier des Jahres“ und 2025 „Gartentier des Jahres“, um auf seinen Schutzbedarf aufmerksam zu machen.
Der Gartenschläfer ist ein faszinierendes Tier mit besonderen Anpassungen – und ein Symbol für den Schutz heimischer Arten. Der BUND Landesverband Rheinland-Pfalz unterhält ein spezielles Naturschutzprojekt zum Gartenschläfer, das im Rahmen des Vortrags vorgestellt wird.


